5. Spieltag: SSV Heidenau II, VSV GW Coschütz I

Samstag ist Punktspieltag! Unter diesem Motto ging es für uns zum Rückrundenstart nach Heidenau in die Turnhalle der Gleißberg-Grundschule. Dort warteten die Mannschaften des SSV Heidenau II und VSV GW Dresden-Coschütz I auf uns.

Völlig ungewohnt von den bisherigen Spieltagen reisten wir dieses Mal „lediglich“ mit 11 Spielern an, waren wir doch auf der Mittelblockerposition etwas ausgedünnt. Flo nahm sich einen wohlverdienten Urlaub und bei Alv macht sich so langsam das Alter bemerkbar und die Schulter wollte nicht mehr so richtig mitspielen. Nun ja, wir waren uns sicher, diese Situation mit unserem breiten Kader auffangen zu können, hatten wir mit Georg und Tom doch noch zwei erstklassige Mittelblocker zur Hand und zusätzlich die beiden alten Ässer Matthes und Dani im Ärmel, die sich beide unbedingt auch noch auf der Mitte ausprobieren wollten.

Doch zunächst hieß es für uns den Tag etwas entspannter anzugehen und im ersten Spiel des Tages zwischen dem Gastgeber und Coschütz das Schiedsgericht zu stellen. Nach dem wir diese erste Aufgabe mit Bravur gemeistert hatten und Coschütz sich in einem spannenden Spiel einen 3:1 Sieg gesichert hatte, durften wir uns nun auch endlich warm spielen und uns für unser Spiel gegen Heidenau einstimmen.

Eigentlich stand das Spiel für uns hinsichtlich der Tabelle unter guten Voraussetzungen, grüßten wir ja nach der Hinrunde vom Platz an der Sonne und Heidenau belegt den letzten Tabellenplatz. Das wir die Heidenauer jedoch nicht unterschätzen durften hatten wir zuvor im Spiel gegen Coschütz gesehen und wurde uns von Erfolgstrainerin Tabea auch noch einmal ans Herz gelegt. Es wurden noch letzte Absprachen bezüglich Annahme, Block und Spielzügen getätigt, bis es dann endlich losgehen konnte.

Nun aber genug der Vorworte, wir starteten mit Georg und Tom auf der Mitte, Lulu als Diagonalspieler, Pete im Zuspiel, Timon wie gewohnt als Libero sowie Franz und Alex auf Außen, wobei letztere die Fische aufs als Kapitän aufs Feld führte. Alle beherzten Worte halfen nix, wie gewöhnlich verpennten wir wieder Mal den Start in den ersten Satz und gerieten sofort in einen kleineren Rückstand von 2:5 aus unserer Sicht und waren sichtlich verwundert über das forsche Auftreten der Mannschaft aus Heidenau. So langsam aber sicher fanden wir dann doch in Spiel und konnten durch eine etwas besser Annahme auch unsere Stärke des variantenreichen Angriffes ausspielen und legten sogar einige schöne Spielzüge aufs Parkett. Uns unterliefen aber auch immer wieder kleine Ungenauigkeiten, technische Fehler und verkorkste Annahmen. Daher ließ sich Heidenau nie so richtig abschütteln uns so gingen wir „nur“ mit einem Polster von 1-2 Punkten in die entscheidende Phase des Satzes. Die Nervosität konnten wir nie so richtig ablegen und so war es folgerichtig, dass Tabea beim Stand von 21:20 und 24:23 eine Auszeit nahm. Hochmotiviert ging es zurück aufs Feld, doch der Angriff konnte nach Aufschlag von Heidenau nicht durchgebracht werden und so gaben wir dem Gastgeber die Chance zum Ausgleich, zu unserem Glück unterlief dem Zuspieler allerdings ein technischer Fehler, weshalb wir den Satz dennoch mit 25:23 eintüten konnten. Mit der gleichen Aufstellung wie in Satz Nummer eins ging es dann auch in die zweite Runde und siehe da, irgendwie kamen wir dieses Mal besser aus den Startlöchern und konnten uns von Beginn des Satzes absetzen und zogen so über 7:2, 15:10 und 21:14 davon und konnten bei 25:17 den Gewinn des zweiten Satzes feiern. Dies hatten vor allen Dingen einer nun relativ soliden Annahme sowie druckvollen Aufschlägen zu verdanken. Getreu dem Motto „Never change a running System“ kehrten in Satz drei fast die selben Spieler auf das Feld zurück, nur Matthes ersetze Lulu auf der Diagonalposition. So leicht wie in Satz zwei sollte uns der Start allerdings dieses Mal nicht fallen, denn Heidenau hatte sich bei Weitem noch nicht geschlagen gegeben und so kam es, dass wir bei unser ersten Auszeit beim Stand von 7:10 wieder ins Hintertreffen geraten waren. Nach kurze Verschnaufpause und neuer Motivation kämpften wir uns heran und erhielten ab dem 12:14 neue Kraft, als Tabea dem Dani sein Comeback auf der Mitte ermöglichte und dem leicht angeschlagenen Tom eine verdiente Pause gewährte. Da sich unser Spiel durch den Wechsel ein wenig stabilisiert hatte brachte die Trainerin mit Martin beim Stand von 16:15 gleich noch einen neuen Zuspieler. Mit den beiden neuen Spielern gelang es uns dann auch Satz drei mit 25:21 für uns zu entscheiden und so die 3 Punkte einzufahren.

Nach kurzem Warmmachen für Coschütz stand unser zweites Spiel auf dem Plan und mit den Grün-Weißen erwartete uns der bisherige Tabellendritte zum Spitzenspiel des 5. Spieltages. Die Coschützer sichtlich motiviert durch die beiden bisherigen Niederlagen in der laufenden Saison mit 0:3 in der Liga und 1:3 in der ersten Pokalrunde wollten uns zeigen, dass Sie uns das Leben schwer machen können. Wir dagegen wollten mit der Phrase „Aller guten Dinge sind drei“ im Hinterkopf die 3 Spielpunkte, 3:0 Sätze und den dritten Sieg gegen Coschütz holen. Nach kurzem Vorgeplänkel verbaler Art führte dieses Mal Kasi als Diagonalspieler die Mannschaft aufs Feld. Ihm zur Seite standen Martin im Zuspiel, Georg und Tom als Mitten, Franz und Alex auf Außen und Timon wie immer als Libero. Somit konnte es losgehen, doch schon beim Stand von 2:1 wurde Kapitän Kasi zum Schiedsrichter zitiert und darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Anfeuerungsrufe wohl etwas zu weit gehen und den Gegner diskreditieren würden. Nun ja, das haben wir so hingenommen, damit das Spiel entspannt weiterlaufen konnte. Die Ansetzung hielt was sie versprach und das Pendel schwang hin und her, mal zu Gunsten von Coschütz mal zu unseren Gunsten. Keine der beiden Mannschaften konnte sich so richtig und endgültig absetzen und so geschah es, dass wir unsere hart erkämpften Vorsprung von 18:14 bei der Auszeit von Tabea bei 21:20 wieder verloren hatten. Daran konnte auch der für Tom gekommene Dani auf der Mitte nichts ändern. So gingen wir mit diesem einen Punkt in die „crunch time“, Alex ging mit seinem Aufschlag volles Risiko, doch setzte den Ball knapp hinter das Feld. Dies sollte auch seine letzte Aktion gewesen sein, denn beim Stand von 25:25 schlug er bei einer Rettungsaktion mit dem Knie auf den Boden auf und musste von Matthes ersetzt werden. Dies trug jedoch sichtlich zu unser Motivation und zum Schock für Coschütz bei, denn wir holten uns die letzten beiden Punkte des Satzes und diesen mit 27:25. Im zweiten Satz sollte Dani dann Alex auf Außen ersetzen, da dieser nicht mehr zurück aufs Spielfeld kehren sollte. Getragen von diesem zusätzlichen Anreiz zwangen wir Coschütz unser Spiel auf und holten uns mit 25:16 auch den zweiten Satz. Auch der dritte Satz sollte einen ähnlichen Spielverlauf nehmen und es gelang uns, dass wir uns frühzeitig absetzten und sogar schon mit 18:11 führten, obwohl Coschütz mit allen Mitteln, spielerischer und verbaler Art, versuchte sich zu wehren. Bei uns schlich sich noch etwas Leichtsinnigkeit ein und bei Tom schwanden die Kräfte, so dass Matthes das dritte Mal an diesem Tag zu seinem Einsatz kam und die dritte Position bespielte und nun den Mittelblocker gab. Dennoch verspielten wir den Vorsprung beinahe doch mit zwei beherzten Angriffen von Dani holten wir uns mit 25:22 schließlich auch den dritten Satz und so drei weitere Punkte.

Wir schnappen uns so die maximale Ausbeute von 6:0 Sätzen und 6 Spielpunkten für unsere Sammlung.

Damit grüßen wir auch nach dem 5. Spieltag von Tabellenplatz eins und verabschieden uns so gut gelaunt in die kurze Winterpause. Weiter geht es für uns dann am 11.03.2017 in der Sporthalle des Werner Heisenberg Gymnasiums in Riesa gegen die Mannschaften des Vf Ethos Riesa II und Boxdorfer VC I. Die Wanderung Richtung Bezirksliga geht weiter; #cfherren4BL #gegendenstrom.

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