7. Spieltag BKW SSV Heidenau II, USV TU Dresden IV

Getreu dem Motto: „Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber Würmer schmecken mir nicht!“ – starteten wir auch diesen Samstag 14 Uhr wieder in eine illustre Runde Ball über die Leine.

Da es sich hierbei nicht um einen Heimspieltag handelte, konnten wir uns im ersten Spiel etwas zurücklehnen und gemütlich der Heimmannschaft, dem SSV Heidenau II (im Folgenden Heidenau genannt) und dem USV TU Dresden IV (einfach TU) beim Ausfechten zuschauen.
Kasi erklomm wie immer den Turm des ersten Scharfrichters. Nachdem unserem alten Herren der Aufstieg innerhalb weniger Tage gelang (Rekord!), konnte es beginnen!

TU besiegte Heidenau deutlich, wenn auch nicht mit großem Abstand 3:1. Schönes Spiel und am Ende wurde Sir Kasimir auch für seinen großartigen Dienst an der Pfeife gelobt. So muss das!

Nun waren wir an der Reihe. Mit ordentlicher Besetzung reisten wir an und konnten nach Belieben kombinieren. Guido, Alex und Franz auf Außen, Kasi und Lukas in der Diagonalen, Tom und ein einbeiniger Dani in der Mitte, sowie Timon als Libero und beide Zuspieler – namentlich Pete und Martin.
Klasse Truppe das. Es gab nur einen kleinen Haken. Einer unserer Ältesten hatte sich wohl was mit dem Knie getan und war deshalb aus Gründen des Verschleißes nicht komplett einsatzfähig.
Dani spielte also im ersten Spiel nicht Mitte. Also so überhaupt nicht. 😉
Wer mitzählt, wird feststellen, dass wir in dem Fall eine Mitte zu wenig hatten. Und was machen wir da? Richtig! Wir verleihen dem Franz den Titel und lassen unseren Libero mal außen spielen.

Im ersten Satz hatten wir leicht zu kämpfen und lagen auch mal gern drei/vier Punkte hinten. Nachdem wir uns ein wenig gefangen hatten und dann wieder nicht, gelang dennoch die Verwandlung eines Satzballs zum 26:24 Endstand. Puhhhh….. Stirn abgewischt und weiter geht es!
In Satz zwei fanden wir besser ins Spiel und die müden kalten Knochen liefen scheinbar endlich etwas weniger hakelig, was zu einem 25:21 Sieg führte.
Der dritte Satz war, sagen wir … mäßig gut. Hier machten alle samt irgendwo zu viele Fehler und als dann noch Dani für Tom in Aufschlag und Annahme eingewechselt wurde, spiegelte er (wenn auch total kalt) den Inhalt dieses Satzes wieder – Aufschlag ins Netz und die erste Annahme verkackt. ^^
Somit konnte sich Heidenau über seinen ersten Satz bei 28:26 freuen, denn es wurde nicht mehr besser.
Im Allgemeinen kann man sagen, das die Zahl an Aufschlagfehlern unsererseits in diesem ersten Spiel exorbitant zu hoch war.
Egal!
Verdaut und den vierten Satz zu einem (NICHT!) eindeutigen 29:27 gebracht.
Was soll es?! 3 Punkte sind 3 Punkte und es muss ja weiter gehen.
Tabellenvierten besiegt!

Gegen den Tabellenzweiten wollte Dani dann doch wieder mal mitspielen und so wurde Franz wieder auf Außen gestellt. Das gefiel ihm erst mal nicht so gut, weil er sich jetzt ja auch Mitte eingespielt hatte. Ist aber egal! Er ist auf außen einfach wertvoller. 😉
Außerdem hatten wir so wieder unseren Libero ausgelöst, der sich nun endlich wieder im schicken roten Dress aufs Feld stellen konnte. 😀

Das zweite Spiel begann wie das erste aufhörte und wir ließen uns erst mal komplett abschlachten.
Das stimmt so zwar nicht, ändert aber nichts daran, dass wir den ersten Satz mit 23:25 an die Jungs der TU abgeben mussten.
ABER DANN! …sind wir wach geworden…

25:13 ! In dem Satz hat so viel gepasst, dass es fast schon gruselig war. Glück, Kampfgeist und kluge Spielzüge haben unsere Spieler beflügelt. Der Satz ging so dermaßen an uns. 😉
Die Aufschläge liefen, die Annahmen waren gut, die Zuspiele schlagbar und die Angriffe punkteten. Es wurde auch relativ ok geblockt … unsere nächste Baustelle.
Aber SO darf es aussehen!

Den dritten Satz so weiter und mit etwas mehr Gegenwehr bei 25:20 zum Ende gebracht. Nur noch einen Satz durchhalten und dann endlich ins Wochenende starten.

Denkste! Jetzt machten die TU Jungs das mit uns, was wir im Satz davor mit ihnen veranstaltet hatten. Sie kratzten Bälle aus dem Feld und spielten passioniert bis zum Schluss. Die Luft für uns war dünner geworden und es reichte nur für ein 20:25.
Also auf zum Krimi des letzten und entscheidenden Satzes.

Was hier ablief, war wirklich klasse für Zuschauer und Spieler. Hier wurde Volleyball gespielt. Spielzüge über 4 bis 5 Netzüberquerungen, Feldabwehr, Angriffe und Blocks, sowie Aufschläge … nichts wurde sich geschenkt. Alle Spieler haben alles gegeben und bei uns stellte sich endlich seit langem dieses Gefühl und die Selbstsicherheit ein, dass wir etwas können. Die Devise in diesem entscheidenden Satz lautete bei uns: „Hau drauf und gib alles, egal wie es steht.“
Nach jedem gewonnen oder verlorenen Punkt zusammen und angefeuert. Fehler wurden egal und weggewischt. Wir wussten, dass wir es schaffen und wollten es!
Diesmal war es vor unserem inneren Auge klar. Niemand ließ den Kopf hängen. Ein Schritt zurück und wieder zwei nach vorn mit allem, was wir hatten.

15:10 in einem der erinnerungswürdigsten und kämpferischsten Sätze dieser Saison und damit zum 3:2 Endstand. Herzlichen Glückwunsch Jungs!!!

Beide Mannschaften in der Tabelle vor uns und beide geschlagen, mit Wille und Kampfgeist.

Weiter geht’s am 09.04.2016, 14 Uhr

TH MS Wilsdruff
Nossener Str. 21b 01723 Wilsdruff

Gegner: SG Motor Wilsdruff, SV Diera

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